Die Welt steht still: Was die Corona-Krise mit mir macht!
Tanja Klindworth
Alles ist anders! Es ist Corona und ich schreibe… WARUM? Was macht Corona mit mir?
Alles ist anders! Es ist Corona und ich schreibe… WARUM? Was macht Corona mit mir?
Es ist Corona… und ich schreibe. Wohlgemerkt, ich schreibe trotzdem, vielleicht nur noch für mich, denn aktuell sagen mir die Leserzahlen, viele lesen hier nicht mehr mit. Na klar, die Menschen haben sicherlich derzeit ganz anderes zu tun, als über tolle Reiseziele zu lesen. Und ich schreibe trotzdem…
Denn ich möchte mir meine Gefühle von der Seele schreiben. Denn immer noch wache ich jeden Morgen auf und denke, dass muß alles ein schlechter Traum sein… die Sonne lacht durch das Schlafzimmerfenster und ich werfe einen Blick auf die Nachrichten und werde eines Besseren belehrt – es ist immer noch Corona – und das wird sicherlich auch eine ganze Weile noch so bleiben!
Doch trotzdem eines mal vorweg. Ich bin gerade froh und dankbar dafür, dass meine Familie und ich gesund sind… und auch aus meinem direkten Umfeld habe ich noch keine Krankenmeldung erhalten.
Gesundheit geht über alles!
Diese Meinung vertrete ich ja nicht erst seit dem Coronavirus. Wer hier mitliest, der weiß das auch. Die letzten Tage habe ich mich zurückgehalten, auch auf den Social Media Kanälen. Ich habe lediglich gepostet #stayhome – die wichtigste Nachricht, die man derzeit geben konnte. Denn hey Leute, ich lebe vom Reisen und auch ich bleibe mit meinem Popo zu Hause… auf der Couch… und begebe mich max. einmal pro Tag auf einem Spaziergang durch den Wald. Mit viel Abstand natürlich zu anderen Menschen!
Ich habe mich zurückgehalten, mit meinen anderen Gefühlen, mit meinen Ängsten und Gedanken, mit meinem Kopfschütteln zu allen Verschwörungstheorien, mit meiner Traurigkeit und den Tränen zu dem was gerade auf der Welt passiert. Ich habe in den letzten Tagen mit vielen lieben Kollegen gesprochen. Auch sie plagen diese Sorgen, Ängste und damit verbundene schlaflose Nächte. Ich bewundere bei vielen diesen Mut und diese Motivation von #wirschaffendaszusammen. Das stimmt mich trotzalledem positiv.
All mein berufliches Leben dreht sich seit über 25 Jahren rund ums Reisen, rund um den Tourismus, rund um die Freizeit-Industrie… all das findet gerade nicht mehr statt! Die touristische Welt steht still!
Sicherlich wird es Tourismus auch noch nach der Krise geben, doch wahrscheinlich wird der anders aussehen. Ich bin keine Zukunftsforscherin, daher möchte ich mich hier mit meinen Annahmen auch eher zurückhalten (und eher dem Zukunftsforscher Matthias Horx das überlassen). Doch eines ist ganz sicher, die Corona-Krise wird uns verändern und auch das Reiseverhalten – vielleicht nicht für immer, doch auf alle Fälle mal für eine Weile.
Gerade schreit jeder nach Hilfe(n). Denn diese Krise betrifft viele Unternehmen und vor allen Dingen gefühlt alle lieben Kollegen von mir.
Doch wie geht es für Menschen wie mich, die überwiegend vom Tourismus leben, weiter…?
Selbstverständlich sind auch mir die meisten Aufträge weggebrochen, auf Eis gelegt oder sie wurden zumindest verschoben. Ob das mit der „Verschiebung“ klappt, wird die Zeit zeigen. Denn natürlich hängt auch das davon ab, wie lange Grenzen geschlossen bleiben, welche Betriebe danach überhaupt noch da sind und wie das restliche Budget dann verteilt wird.
Doch ich finde, es ist jetzt nicht die Zeit, um ins Jammern einzustimmen. Davon gibt es bereits genug. Jetzt ist die Zeit sich einmal kräftig zu schütteln, es müssen kreative Lösungen gefunden werden. Den Kopf nicht in den Sand zu stecken und verdammt noch mal nach vorne zu schauen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, so etwas ist leichter gesagt als getan. Doch gerade steht die ganze Welt vor dieser Herausforderung und die gilt es jetzt mit gemeinsamen Kräften zu schaffen.
Die Menschen werden reisen wollen, wenn #fuckcorona vorbei ist… vielleicht im ersten Schritt noch nicht so weit und noch nicht so lang… und vielleicht ist das Budget kleiner als sonst… aber sie werden „rauswollen“ und sie wollen das Leben spüren. Das ist jedenfalls die Nachricht, die ich von allen Seiten lesen kann.
…das habe ich mich auch in den letzten Tagen gefragt. Darf man überhaupt gerade positiv in die Zukunft blicken? Darf ich Reisebilder und Reiseberichte posten? Wer liest hier überhaupt noch mit?
Doch wenn ich all diese Gedanken über Bord schmeiße, kam für mich die Erkenntnis, ich darf das. Denn ich schreibe auch für mich! Ich schreibe, wie eingangs schon gesagt, um mir Dinge von der Seele zu schreiben.
Lasst euch überraschen. Dieser WellBeing-Reiseblog ist eben auch ein Spiegelbild der Zeit und ein Spiegelbild meiner Gedanken. Ich lade euch ein, dabei zu sein, wenn ich über Reiserinnerungen, virtuelle Reisen und Sehnsüchte schreibe. Wenn ich Wellness aus der #stayhome Blase betrachte. Ich werde darüber schreiben, wie ich mit der aktuellen Situation umgehe, was ich überhaupt noch arbeitstechnisch zu tun habe, wie ich versuche positiv zu bleiben und wie ich mit meinen kleinen Mitteln in dieser Situation helfe. Denn auch das gehört ganz klar in die Kategorie WellBeing work. life. travel.
Und irgendwann, wenn das Ganze hier vorbei ist, dann gehe ich wieder auf Reisen… und nehme dich, wenn du dann noch magst, wie gewohnt, mit! Darauf freue ich mich jetzt schon!
Bis dahin! Bleibt bitte alle gesund!
Eure Tanja
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Liebe Tanja,
Du hast es sehr gut auf den Punkt gebracht. Jetzt im Dezember immer noch so aktuell wie im Frühjahr…. Auch wenn Covid uns eventuell noch länger begleiten wird, es wird eine neue Reisewelt entstehen. Vielleicht auch eine Rückbesinnung auf Slow-Reisen oder ähnliche Varianten. Rauswollen mit kleinem Budget.
Seit vielen Jahren pilgere/wandere ich auf Jakobswegen in Spanien und auch in Deutschland. Es ist so wertvoll, die Einfachheit und Ruhe in der Natur erleben zu dürfen. Vielleicht kann das für einige eine sehr gute Alternative zu den bisherigen Urlaubsplänen sein. Der Vorteil beim Wandern: Es ist in der frischen Luft, pustet unsere Gedanken durch und hat eine deutlich reduzierte Geschwindigkeit des Alltags.
Buen Camino
Peter
Liebe Tanja,
Ich finde es klasse, dass du uns so an deinen Gedanken teilhaben lässt. Klar ist es gerade eine schwierige Zeit, aber auch das wird ein Ende haben und dann wird der Tourismus wieder aufstreben! Ich bin gespannt, wie es hier weiter geht und sende dir alles Gute!
Liebe Grüße
Anna
Tjoa, das alles beherrschende Thema zur Zeit. Man kommt nicht daran vorbei und auch bei mir sind die Besucherzahlen so wie vor etlichen Jahren einmal. Da merkt man plötzlich, wie unwichtig „Reisen“ eigentlich ist und das es ein Luxusproblem ist, das nicht zu können.
Ich habe, eher durch Zufall, vor einigen Jahren in einem recht persönlichen Artikel über meine Borreliose schon einmal solche Gedankengänge aufgeschrieben. Wie dankbar wir eigtl.alle sein können, das wir einfach mit ein paar lausigen Euros ein Flugticket oder sonst iwas kaufen und in andere Länder reisen können!? Vieles, was „selbstverständlich“ für die meisten ist, erscheint plötzlich ganz weit weg, wenn solche Dinge wie Corona passieren … oder Du eines morgens aufwachst, und plötzlich im Gesicht komplett gelähmt bist, wie bei meiner Borreliose damals. Diesen Scheiss hab ich überstanden und es ging weiter danach. Corona überstehen wir auch. Nur wie es danach weiter geht, das weiss aktuell noch keiner so genau. Einiges wird anders sein, einiges wird beser sein und einiges auch schlechter. Lassen wir uns überraschen …
Liebe Tanja,
ich habe ganz ähnliche Gedanken wie Du – und viel Zeit zum Nachdenken haben wir ja momentan alle. Ablenkung bieten mir aber die tollen Reiseberichte, die mich von meinen liebsten Reisezielen träumen lassen. Schreib auf jeden Fall weiter! Es ist so wichtig, auch schöne Dinge zu lesen.
Herzliche Grüße,
Sanne
Liebe Tanja,
ein schwieriges Thema und irgendwie muss jeder seinen Weg finden, mit der Situation umzugehen.
Ich stelle mehr Solidarität und viel mehr Miteinander fest. Was ich sehr schön finde und hoffe, es wird sich noch lange in der Gesellschaft halten.
Vielleicht auch in dem Kontext, dass wir Dinge, die wir als selbstverständlich sahen garnicht so selbstverständlich sind.
Mehr Achtsamkeit und Dankbarkeit sind sicher nicht fehl am Platz.
Pass auf Dich auf, liebe Grüße Katja
Liebe Tanja,
du sprichst mir aus der Seele. Seit nahezu 40 Jahren arbeite ich im Reisebüro, verdiene also mein Geld mit Tourismus und den gibt es z.Z. nicht mehr. Wir haben Kurzarbeit und Homeoffice. Damit habe ich viel Zeit zu Hause. Auch zum Nachdenken, aber lamentieren werde ich nicht.
Ich kann den Zustand eh nicht ändern oder beenden, also mache ich das Beste draus. Raus in die Natur, den Blog „verjüngen“, lang aufgeschobene Dinge im Haushalt erledigen und und und. Und trotzdem Schreiben!
Ich bin der Meinung, das Reisen werden sich die Menschen nicht verkneifen, wenn es wieder geht. Vielleicht erstmal nicht so weit und nicht so teuer, denn finanzielle Einbußen müssen ja viele von uns erleben, aber es wird wieder kommen.
Da denke ich positiv!
Liebe Grüße
Gabriela
Persönlich geht Gesundheit natürlich über alles. Gesamtgesellschaftlich und staatlich… nun ja, das ist natürlich immer alles eine Abwägungsgeschichte. Ich möchte nicht in der Haut der Politiker stecken, die die gesundheitlichen, sozialen, wirtschaftlichen und auch gesellschaftspolitischen Folgen gegeneinander abwägen und danach entscheiden müssen.
Liebe Tanja,
ein schöner und tiefgehender Beitrag!
Corona betrifft uns alle und ich hoffe, dass die kleineren Unternehmen und die Reisebranche da irgendwie durchkommen. Ich schreibe auch weiter auf meinem Blog. Vielleicht mit kleinem Fokuswechsel, aber es wird weitergehen.
Halt die Ohren steif und bleib gesund 🙂
Sonnige Grüße aus Oldenburg,
Michelle
Liebe Tanja,
danke für diese schönen Worte. Auch ich bin erst einmal in ein Loch gefallen. Reisen wurden gecancelt, das Geld vermutlich futsch. Von Erholung und dem „ endlich mal Zeit haben“ bin ich mit meinem Spagart zwischenHomeoffice, Büro und Kinderbetreuung weit entfernt, ganz im Gegenteil.
Aber ich versuche auch gerade nach vorne zu schauen und das beste aus der Situation zu machen. Wir sitzen ja schließlich alle in dem selben Boot.
Ganz lg und bleibt weiterhin gesund
Miriam
Liebe Tanja,
gut, dass Du auch weiterhin über Reisen schreiben willst. Aber wie Du bin ich der Meinung, dass sich die Art des Reisens in der ersten Zeit nach Corona verändern wird. Man wird bewusster reisen, vielleicht nicht mehr so oft und auch nicht so weit, wie man das bisher gewohnt war.
Man wird auch seine Umgebung anders wahrnehmen als bisher. Dankbarer. Intensiver. Langsamer. Daher freue ich mich auf neue Anregungen zum Reisen von Dir auch in Zukunft.
Liebe Grüße,
Monika
Ich habe mir auch schon darüber Gedanken gemacht und zwei Wochen mit dem Schreiben ausgesetzt, aber dann gemerkt wie sehr es mir fehlt. Schließlich schreibe ich in erster Linie für mich um meine schönen Erinnerungen festzuhalten und mich daran zu erfreuen.
Heute fange ich wieder an zu schreiben und ich glaube einige meiner Leser sind froh mal etwas anderes zu hören als Corona.
Liebe Grüße, bleib gesund
Sigrid
Liebe Tanja,
ich freue mich schon wieder darauf, mit dir und deinem Blog auf Reisen zu gehen.
Diese Freiheit, die wir mit unserem deutschen Pass haben, werden wir uns auf Dauer voraussichtlich nicht nehmen lassen. Wir werden dafür bestimmt bewußter reisen und Urlaub innerhalb Deutschlands wird vermutlich an Bedeutung gewinnen.
Vermutlich werden die Reisen teurer, da die Konkurrenz ausgedünnt wurde. Ich habe bisher nie den Billligflugtourismus unterstützt, da ich der Ansicht war und bin, dass die Rechnung einfach nicht aufgehen kann. Personal will bezahlt werden, Wartung kostet Geld usw. Das geht eben nur über einen fairen Preis.
Dennoch warte ich auf „das alte Leben“ und freue mich, wenn ich wieder unterwegs sein kann und darf. Hauptsache, man erweitert seinen Horizont.
Noch kurz vor dem Lockdown war ich im Harz und es war wundervoll. Deutschland hat so schöne Ecken.
Einzig, dass meine Hochzeitsreise wohl ins Wasser fällt ist ein Wehrmutstropfen. Aber wie du schon schreibst: Gesundheit ist wichtiger.
Liebe Grüße
Liane